„EIN SOMMERNACHTS TRAUM“
Inhaltsangabe:
Um die Hochzeit von Theseus ,Herzog von Athen, mit Hippolyta, Königin der Amazonen, zu feiern, beschließen Bottom und die anderen Gefolgsleute des Königs PYRAMUS UND THISBE aufzuführen und begeben sich hierfür in den Wald. Dort befinden sich auch gerade Lysander und Hermia , die sich lieben , aber vor dem Vater fliehen ,der die Tochter Demetrius zur Frau geben will. Dieser verfolgt sie , wird aber seinerseits verfolgt von Helena , die ihn liebt. Oberon, König der Elfen, und sein Diener der Rüpel Puck amüsieren sich auf Kosten der vier Liebenden und der Titania, Königin der Elfen, der Braut von Oberon indem sie deren Leidenschaften mit Zauberei durcheinander bringen und jeder den falschen Partner liebt Die Missverständnisse , Streitereien und Konfusion hat endlich ein Ende , als Oberon alle Zauberei wieder aufhebt , so dass Theseus die richtigen Paare wieder zusammen führt und vereinigt.
Programmfolge:
6.
„Le spectre de la rose“ (Geist der Rose)
Choreographie über ein Gedicht von Theophile Gautier
« Souleve ta paupiere close
Qu`effleure un songe virginal,
Je suis le Spectre de la rose
Que tu portais heir au bal…. »
6.
bearbeitet von Jean-Louis Vaudoyer
Musik: „Einladung zum Tanz“ von Carl-Maria von Weber,
orchestriert von Hector Berlioz,
Choreographie: Michel Fokine,
Szene und Kostüme: Leon Bakst.
Solisten: Claude de Vulpian und Manuel Legris.
Uraufführung von den «ballets russes» am théâtre de Monte-Carlo am
19.04.1911. Damalige Solisten: Tamara Karsawina und Waslaw Nijinskij, der
hier durch seinen außerordentlichen Sprung aus dem Balkonfenster weltberühmt
wurde.
Fokine (26.04.1880) St. Petersburg – 22.08.1942
New-York). Einer der größten Tänzer und Choreographen des modernen
Balletts (Verbindung Isadora Duncan – Marius Petipa, Vorbereitung zu
Balanchine)
Berühmte Choreographien:
“Sterbender Schwan“ für Anna Pawlowa, „Les Sylphides“, „Shéhérazade“, „Barbe
Bleu“.
William Shakespeare, (1564 – 1616)
Geboren in Stratford-on-Avon in einer wohlhabenden Familie, die Mutter aus einer alten Grundbesitzerfamilie, der Vater baute Hafer und Wälder an und verkaufte den Ertag. Besuch Shakespeares in der heimatlichen Grammar-school, die er aber mit 15 Jahren wieder unterbrach. Mit 18 Jahren heiratete er die 8 Jahre ältere Anne Hathaway, mit der er 3 Kinder hatte. Aus finanziellen Gründen ging er 1586 nach London, wo er ins Theaterleben kam und mit dem Impressario James Burbage arbeitete als Schauspieler, Bearbeiter von „Foulpapers“ (dramatische Manuskripte) und „Originals“ (verschiedene Inszenierungen) als Gruppenorganisator und als Autor.
Nach kurzen 6 Jahren schon war Shakespeare einer der wichtigsten Theaterfiguren Englands. Nach der schrecklichen Pest 1592-94 trat er in die „Chamberlain´s Men“ Gruppe ein, als Dramaturg und Impressario. Über seine eigenen Fähigkeiten als Schauspieler kennt man nur verschiedenartige Zeugnisse.
Sein Einkommen erlaubte Ihm einige Grundstücke in Stratford und ein Familienwappen zu erwerben. Mit Richard Burbage kaufte er das „Globe-Theatre“, später auch ein Theater mit Dach „The Blackfriars“.
Der Tod der Königin Elisabeth, die folgenden sozialpolitischen Veränderungen brachten Ihn in Schwierigkeiten, Todesfälle in der Familie und finanzieller Druck führten zu einem depressiven Nervenzusammenbruch, den er aber 1608-10 überwand. Die letzten Jahre zog er sich nach Stratford zurück.
Von 37 Dramen sind 33 politisch oder geschichtlich aktuelle Themen. Von Anfang an galt er als unbequemer Rivale, der intellektuellen Theatergruppen, die er immer wieder gern attakierte trotz deren professioneller Perfektion. Gerade dieser antiakademische, gegen die Adligen respektlose Stil, die Zweideutigkeit und Unberechenbarkeit seiner Aussagen in den Stücken machen gerade seinen Stil aus und sind seine große menschliche Botschaft. Seine tägliche Theaterpraxis gibt seinen Stücken eine großartige Aufführungstechnik.
Die alten Historikervorwürfe, ein primitiver Leihe zu sein, sind längst überholt und korrigiert: Seine reiche humanistische und intellektuelle Bildung hat er sich im Kontakt mit französischen und italienischen Geistern erworben. Besonders bei „FLORIO“, der ihn in die Geisteswelt der Florenzer Renaissance einführte.
Sein Einfluss auf alle folgenden Generationen von Goethe an bis zur heutigen Moderne ist unaufhaltsam bedeutend.