„EIN  SOMMERNACHTS TRAUM“

 

Inhaltsangabe:

Um die Hochzeit von Theseus ,Herzog von Athen, mit  Hippolyta, Königin der Amazonen, zu feiern, beschließen Bottom und die anderen Gefolgsleute des Königs PYRAMUS UND THISBE aufzuführen und begeben sich hierfür in den Wald. Dort befinden sich auch gerade Lysander und Hermia , die sich lieben , aber vor dem Vater fliehen ,der die Tochter Demetrius zur Frau geben will. Dieser verfolgt sie , wird aber seinerseits verfolgt von Helena , die ihn liebt. Oberon, König der Elfen, und sein Diener der Rüpel Puck amüsieren sich auf  Kosten der vier Liebenden und der Titania, Königin der Elfen, der Braut von Oberon indem sie deren Leidenschaften mit Zauberei durcheinander bringen und jeder den falschen Partner liebt Die Missverständnisse , Streitereien und Konfusion hat endlich ein Ende , als Oberon alle Zauberei wieder aufhebt , so dass Theseus die richtigen Paare wieder zusammen führt und vereinigt.

 

Programmfolge:

 

  1. „Fanny und Alexander“
    Gaumont FR 3 – Paris
    Swedish Film Institute-Stockholm
    Film von Igmar Bergman, Schwedischer Regisseur
  2. Felix Mendelssohn-Bartholdy (Hamburg 1809 – Leipzig 1847)
    1826 „Overtüre zum Sommernachtstraum“, alle übrigen Stücke 20 Jahre später komponiert -  im Oktober 1843 zum ersten Mal aufgeführt.
    a) Overtüre
    b) Nocturne
  3. Johann Sebastian Bach (Eisenach 1685 – Leipzig 1750)
    “Das wohltemperierte Klavier“, 1. Teil 1722. Wohltemperierte Stimmung von Klavierinstrumenten, die das Musizieren in alle Tonarten gestattet. Dieses Werk hat jeden der großen folgenden Musiker erzogen und beeinflusst.
    Fuge XII, 5-stimmig, b-moll
  4. Henry Purcell (London 1659? – 1695)
    ”The fairy Queen” (1692).
    Im Text sehr freie Bearbeitung des Sommernachtstraumes. Von der italienischen Renaissance beeinflusst, erneute Purcell die englische Musik nicht nur im Theaterbereich, sondern auch in Liedern und in Instrumentalkompositionen.
    “The winter“
  5. Michelangelo Buonarotti (Caprese 1475 – Rom 1564)
    ”Der Gefangene” (genannt junger Sklave, 1530 – 1538).
    Marmor, Höhe ungefähr 2,80 m. Firenze Galleria dell` Accademia, eigentlich geplant für ein Papstgrab, unvollendet geblieben.

6.      „Le spectre de la rose“ (Geist der Rose)
Choreographie über ein Gedicht von Theophile Gautier
 « Souleve ta paupiere close
Qu`effleure un songe virginal,
Je suis le Spectre de la rose
Que tu portais heir au bal…. »

6.      bearbeitet von Jean-Louis Vaudoyer
Musik: „Einladung zum Tanz“ von Carl-Maria von Weber,
orchestriert von Hector Berlioz,
Choreographie: Michel Fokine,
Szene und Kostüme: Leon Bakst.
Solisten: Claude de Vulpian und Manuel Legris.
Uraufführung von den «ballets russes» am théâtre de Monte-Carlo am 19.04.1911. Damalige Solisten: Tamara Karsawina und Waslaw Nijinskij, der hier durch seinen außerordentlichen Sprung aus dem Balkonfenster weltberühmt wurde.
Fokine (26.04.1880) St. Petersburg – 22.08.1942 New-York). Einer der größten Tänzer und Choreographen des modernen Balletts (Verbindung Isadora Duncan – Marius Petipa, Vorbereitung zu Balanchine)
Berühmte Choreographien:
“Sterbender Schwan“ für Anna Pawlowa, „Les Sylphides“, „Shéhérazade“, „Barbe Bleu“.

  1. Luca Signorelli (Cortona 1445/50 - 1523)
    berühmt für seine Fresken in Orvieto: “Dantes göttliche Komödie”
    a) “die Erziehung des Pan”, Auftrag für Lorenzo de`Medici, Florenz,
          Öl auf Holz, 194x257 cm. Berlin staatliche Museen, 1945 zerstört.
    b) „Madonna mit dem Kinde“, Öl auf Holz, 170x117,5 cm, Florenz Uffizien.
    c) „Erziehung des Pan“, Christan Breyhan nach Signorelli, Aquarell, 140x200 cm.
  2. Paul Cézanne (Aix-en-Provence 1839 - 1906)
     »Die Badenden », Öl auf Leinwand, 73,5x92,5 cm, privat Besitz.
    Eine der spätesten Badenden im Lebenswerk Cézannes.
  3. Marcel Proust (Auteuil 1871 – Paris 1922)
    In seinem Lebenswerk « Auf der Suche nach der verlorenen Zeit » schildert Proust in der Verwandlung der Menschen die Metamorphose des Geistes, in dem er in groß angelegten Bögen die Architektur der Zeit spannt. Seine Sprache ist so außerordentlich dichterisch, dass man Ihn trotz des Prosa-Romanes einen der größten Dichter nennen muss.
  4. Graphische Darstellung des Aufbaus vom “Sommernachtstraum”.
  5. Leonardo da Vinci (Vinci 1452 – Cloux 1519)
    ”Battaglia di Anghiari”, 1503, Auftrag für den Saal im Palazzo Vecchio in Florenz.
    Aufgrund von Versuchen mit neuen Techniken verlorengegangen. In der Darstellung der Schlacht entwickelte Leonardo von der einen Seite her den Anfang der Schlacht, in der Mitte den Höhepunkt: „Kampf um das Banner“, von der anderen Seite das Ende. Das Zentrum der Schlacht ist von verschiedenen Künstlern kopiert worden, auch von Rubens. – Hier eine Kopie von Christian Breyhan, Acryl auf Holz..  
  6. “casse noisette” (Nußknacker), Musik: Tschaikowskij.
    Libretto: Marius Petipa auf eine Geschichte von E.T.A. Hoffmann.
    Ballett in 2 Akten von Rudolf Nureyev.
    Solisten: Elisabeth Maurin, Laurient Hilaire
    Corps de ballet: Paris Opera Ballet
    Uraufführung : 06.12.1892 am Marijinski-Theater in St. Petersburg, Choreographie : Lew Iwanov. E.T.A.  Hoffmann in Bearbeitung von Alexandre Dumas, Bühnenfassung: Petipa
      

 

William Shakespeare, (1564 – 1616)

 

Geboren in Stratford-on-Avon in einer wohlhabenden Familie, die Mutter aus einer alten Grundbesitzerfamilie, der Vater baute Hafer und Wälder an und verkaufte den Ertag. Besuch Shakespeares in der heimatlichen Grammar-school, die er aber mit 15 Jahren wieder unterbrach. Mit 18 Jahren heiratete er die 8 Jahre ältere Anne Hathaway, mit der er 3 Kinder hatte. Aus finanziellen Gründen ging er 1586 nach London, wo er ins Theaterleben kam und mit dem Impressario James Burbage arbeitete als Schauspieler, Bearbeiter von „Foulpapers“ (dramatische Manuskripte) und „Originals“ (verschiedene Inszenierungen) als Gruppenorganisator und als Autor.

Nach kurzen 6 Jahren schon war Shakespeare einer der wichtigsten Theaterfiguren Englands. Nach der schrecklichen Pest 1592-94 trat er in die „Chamberlain´s Men“ Gruppe ein, als Dramaturg und Impressario. Über seine eigenen Fähigkeiten als Schauspieler kennt man nur verschiedenartige Zeugnisse.

Sein Einkommen erlaubte Ihm einige Grundstücke in Stratford und ein Familienwappen zu erwerben. Mit Richard Burbage kaufte er das „Globe-Theatre“, später auch ein Theater mit Dach „The Blackfriars“.

Der Tod der Königin Elisabeth, die folgenden sozialpolitischen Veränderungen brachten Ihn in Schwierigkeiten, Todesfälle in der Familie und finanzieller Druck führten zu einem depressiven Nervenzusammenbruch, den er aber 1608-10 überwand. Die letzten Jahre zog er sich nach Stratford zurück.

Von 37 Dramen sind 33 politisch oder geschichtlich aktuelle Themen. Von Anfang an galt er als unbequemer Rivale, der intellektuellen Theatergruppen, die er immer wieder gern attakierte trotz deren professioneller Perfektion. Gerade dieser antiakademische, gegen die Adligen respektlose Stil, die Zweideutigkeit und Unberechenbarkeit seiner Aussagen in den Stücken  machen gerade seinen Stil aus und sind seine große menschliche Botschaft. Seine tägliche Theaterpraxis gibt seinen Stücken eine großartige Aufführungstechnik.  

Die alten Historikervorwürfe, ein primitiver Leihe zu sein, sind längst überholt und korrigiert: Seine reiche humanistische und intellektuelle Bildung hat er sich im Kontakt mit französischen und italienischen Geistern erworben. Besonders bei „FLORIO“, der ihn in die Geisteswelt der Florenzer Renaissance einführte.

Sein Einfluss auf alle folgenden Generationen von Goethe an bis zur heutigen Moderne ist unaufhaltsam bedeutend.